Eine schöne Zeit in Israel

Kibbuz Gästehäuser

Ein Kibbuz ist eine besondere Art der Unterbringungsform, die hauptsächlich in Israel gegründet wurde und heute immer noch betrieben wird. In circa 260 Kollektivsiedlungen leben dauerhaft 1700 sogenannte Kibbuzniks. Neben religiösen Hierarchien ist ein Kibbuz eine klassenlose Gesellschaft und jedes Mitglied ist für das Wohl des Kollektivs verantwortlich. Es gibt gemeinschaftliche, landwirtschaftlich genutzte Flächen und jeder Kibbuznik geht seiner Profession nach, so dass eine Siedlung meist über eine ausgeprägte Infrastruktur verfügt. Reisende können nebst einem finanziellen Beitrag für ihren Aufenthalt arbeiten und nehmen somit am alltäglichen Leben einer jüdischen Gemeinschaft teil. Der erste Kibbuz wurde 1909 am See Genezareth gegründet und beherbergte zehn Mitglieder. Heutige Siedlungen sind bedeutend größer und erhalten besonders durch ihre internationalen Volunteer-Programme ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Neben gemeinschaftlicher landwirtschaftlicher Arbeit finden in den Kibbuz regelmäßig Diskussionsrunden und Zusammenkünfte statt, welche besonders durch die Internationalität der Kibbuzniks ausgesprochen interessant werden können. Ein Kibbuz ist demnach mehr als nur eine Unterkunft im mittleren Preissegment. Es ist darüber hinaus auch eine Begegnungsstätte gleichgesinnter Reisender, und besonders religiös orientierte Reisende und Freiwillige sehen in einem Kibbuz eine optimale Ergänzung zu einem ohnehin schon sehr intensiven Kultururlaub. Bei der Wahl des Kibbuz sollte der Reisende allerdings darauf achten, dass die ausgewählte Siedlung auch den individuellen Vorstellungen entspricht. Es gibt vermehrt Kibbuze, die einen rein touristischen Charakter haben und im Gegensatz dazu welche, die konträr dazu besonders traditionell sind. Vorurteile gegenüber den Herkunftsnationen der Gäste gibt es kaum und mit Hilfe der Kibbuzniks ist es möglich, auch das Israel außerhalb der üblichen Reiserouten kennen zu lernen.